Garmisch und Partenkirchen

Denjenigen, die schon in Garmisch-Partenkirchen waren ist es wahrscheinlich schon aufgefallen, dass so manche Dinge doppelt in einem Ort vorhanden sind. Das sind zum zum Beispiel die Kirchen, Fussgängerzonen, Skiclubs, Feuerwehren, Musikkapellen und Trachtenvereine. Heutzutage ist das Tal sehr stark bebaut und die beiden Orte ohnehin zusammengewachsen.
Aber erst seit dem 1.1.1935 ist Garmisch und Partenkirchen rechtlich zu einem Ort zusammengeführt worden. Bis dahin hatten beiden Märkte eine eigenständige wirtschaftliche Entwicklung. Durch den römischen Handelsweg über den Brennerpass führte die befestigte Straße “Via Claudia” durch Partanum. Im Jahre 802 wurde Garmisch, damals Germareskauue genannt, zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Beide Märkte gehörten einer unterschiedlichen Herrschaft an. Der Freisinger Bischof Emicho erwarb für das Hochstift Freising im 13. Jahrhundert zusammen mit Mittenwald alle Märkte und gründete die Grafschaft Werdenfels. Die Burgruine Werdenfels (s. Blog) kann heute noch besichtigt werden. Die Grenzsteine des alten Werdenfelser Landes hin zu Österreich besitzen heute noch ihre Gültigkeit.
1802 wurde die Grafschaft in das Kurfürstentum – das heutige Bayern – aufgenommen.
Wirtschaftlich stand es zu dieser Zeit für keinen Markt gut. Das änderte sich, als Münchner Maler die eindrucksvolle Landschaft auf ihren Gemälden festhielten und verbreiteten. Damit blühte der Fremdenverkehr auf und immer mehr Gäste kamen. Der Anlass für die Zusammenführung der beiden Orten waren die IV. Olympischen Winterspiele im Februar 1936, wodurch Garmisch-Partenkirchen weltberühmt wurde.
Noch mehr Details zur Ortsgeschichte findet ihr im Werdenfels Museum in der Ludwigstraße in Partenkirchen.

Euer Hermann