Höllentalklamm – eine der schönsten Deutschlands

Die Höllentalklamm hat gerade einmal seit einer Woche geöffnet, das musste ich gleich nutzen. Denn dann kann man auch noch mächtige Gletscher in der Klamm bestaunen, bevor diese bald abschmelzen. Die Tour wollten wir noch erweitern und über die Knappenhäuser zum Osterfelderkopf laufen.

Los geht es in Hammersbach, einem kleinem Dorf bei Grainau, direkt an der Kapelle Maria Himmelfahrt am Hammersbach selbst, der aus der Klamm kommt und dem man einfach flussaufwärts folgen muss.  Der breite Forstweg bereitet uns während des Aufstiegs zur Höllentaleingangshütte keinerlei Schwierigkeiten. Die neben uns dahin plätschernden Wassermassen des Hammersbach lassen unsere Vorfreude auf die Höllentalklamm stetig größer werden. Kurz vor der Höllentaleingangshütte wird es nochmal etwas steiler. Die Klamm ist kostenpflichtig. Erwachsene zahlen 5€, DAV-Mitglieder nur 2€. Gleich hinter der Hütte beginnt die Klamm und sicherlich einer der spektakulärsten Abschnitte unserer Tour und es ist auch an Sommertagen recht kühl. Es empiehlt sich also mindestens eine Regenjacke anzuziehen, da es so manchen Wasserfall nach Regentagen gibt 🙂 Wir genießen die einzigartige Landschaft und staunen über die abwechslungsreiche Szenerie, die uns der Bach hinter jedem Felsen aufs Neue präsentiert. Gegen Ende der Klamm entdecken wir hoch über uns die Brücke des Stangensteigs, von der man auch einen guten Blick auf die Klamm hat.

Nach der Klamm geht es noch ein Stück nach oben, bis man die Höllentalangerhütte als erste Einkehrmöglichkeit erreicht. Von hier hat man einen tollen Blick durchs Tal bis zur Zugspitze. Wir gehen allerdings links den Steig zum Hupfleitenjoch über die Knappenhäuser. In Serpentinen machen wir gute Höhenmeter bis wir zum Joch kommen. Dort kann man sich entscheiden, entweder 45 Minuten zur Kreuzeckbahn abzusteigen oder 30 Minuten bergauf zum Osterfelderkopf. Natürlich gingen wir nach oben, um die tolle Aussicht vom Alpspix zu genießen 🙂 Von hier aus kann man mit der Osterfelderbahn ins Tal fahren und das kurze Stück nach Hammersbach zum Ausgangspunkt zurück laufen.

Insgesamt wird es einem auf der gesamten Tour in dieser eindrucksvollen Landschaft nie langweilig!

Hammersbach (770 m) – Höllentaleingangshütte (1047 m) – Höllentalklamm – Höllentalangerhütte (1381 m) – Rinderscharte (2080 m) – Osterfelderkopf (2030 m) – Hochalm (1700 m)
Aufstieg:  4:00 Stunden
1300 Höhenmeter
19,0 Kilometer
Rast/Einkehr
  • Höllentalklamm Eingangshütte
  • Höllentalangerhütte
  • Hütte am Osterfelderkopf
Ausrüstung
  • knöchelhohe, rutschfeste Wanderschuhe
  • in der Klamm herrschen auch an Hochsommertagen kühle Temperaturen zudem ist es nass/feucht, dementsprechend eine Jacke welche einen etwas schützt (man wird jetzt nicht klatschnass)
  • möglicherweise Regenschutz für Kamera.