Alpspitz via Ferrata – Klettersteig!

Im letzten Blog habe ich euch über das Klettersteiggehen informiert. Um das mit einer ersten Tour zu testen, bietet sich der Klettersteig Ferrata auf die imposante Alpspitze an.

Die Alpspitze ist durch die markante pyramidenartige Form in der Mitte des Wettersteingebirge sofort zu erkennen. Lange Zeit war sie das Logo von Garmisch-Partenkirchen und wird deshalb oft mit der Zugspitze verwechselt. Die Alpspitze ist jedoch mit einer Höhe von 2628 Metern um 334 Meter kleiner ist als Deutschlands höchster Berg. Mit der Alpspitzbahn gelangt man gemütlich auf 2033 Meter Höhe und steht direkt am Fuße der mächtigen Nordwand. Zum Gipfel ist es von hier gar nicht mehr so weit! Man kann natürlich auch alles laufen, das setzt aber schon gute Kondition voraus und es geht ja schließlich um das Klettersteiggehen 🙂
Von der Bergstation sind es ca. 15 Minuten zum Einstieg der Ferrata. Am besten legt man dort seinen Klettergurt an und schon kann es losgehen!

Der komplette Steig ist bis zum Gipfelkreuz durchgehend gesichert, so dass ihr euch keine Sorgen machen müsst. Dieser verläuft auf der westlichen Seite der Wand, von wo aus man tolle Blicke in das Höllental mit seinem Gletscher, dem Waxensteinen und der Zugspitze hat. Am Gipfel treffen die Wege vom Matheisenkar, Jubiläumsgrat und der Grießkarscharte zusammen.

Beim Abstieg kann zwischen der Schulter und dem Ostgrat gewählt werden, um zur Alpspitzbahn zurück zu gelangen. Der Weg über die Schulter hinunter führt über brüchigen Stein und Geröll. Der Ostgrat ist wie der Name schon sagt ein Grat und es gibt versicherte Stellen. Unten treffen der Weg vom Ostgrat und der Schulter wieder zusammen. Von hier aus führt der Nordwandsteig (teilweise versichert) quer durch die Wand zurück zum Einstieg. Es bietet sich ein toller Blick über Garmisch-Partenkirchen und das Werdenfelser Land. Zur Abwechslung geht es auch durch ein paar Tunnel 😉

Eine tolle und erlebnisreiche Tour in alpinem Gelände!

Euer Hermann 🙂