Tajakante-Klettersteig

Wer im Klettersteiggehen geübt und sicher ist, für denjenigen habe ich eine eine absolute Traumtour: die Tajakante. Es ist eine alpine Klettersteigroute am steilen Westgrat des Vorderen Tajakopfes (2450 m), die mit anspruchsvollen Passagen und fantastischen Ausblicken aufs Zugspitzmassiv beiderseits Kletterfans und Naturliebhaber begeistert.

 

Die Tour beginnt an der Ehrwalder Bahn in der Zugspitz-Arena. Über den Hohen Gang rechts neben dem Wasserfall geht es über einen teilweise mit Seil versicherten Steig zum Seebensee. Am Seeufer folgt man die Forststraße bis zur Materialseilbahn der Coburger Hütte und anschließend dem Weg bis zur großen Tafel auf der alle Informationen zum Tajakante-Klettersteig angegeben sind. Auf der linken Seite sieht man schon die Kante zum Tajakopf ausmachen. Wer genau hinsieht, kann einen Baum auf der Kante ganz unten erkennen, dort ist der Einstieg in den Klettersteig, der eine äußerst anspruchsvolle Tour für ambitionierte Klettersteigler in landschaftlich einmaligem Gelände ist. Die Route führt größtenteils luftig entlang des Grats und erfordert großes technisches Können und vor allem viel Ausdauer.

 Der in zwei Teile durch ein leichtes Gehgelände gesplittete Steig, zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Routenführung mit schweißtreibenden Anstiegen und entspannten Flachstücken aus auf denen auch mal Pausen einlegen kann. Somit hat man während der Begehung immer wieder die Möglichkeit, das Traumpanorama des Zugspitzmassivs und die Sonnenspitze mit dem türkisen Seebensee zu bestaunen. Der Abstieg hingegen ist in leichtem Gehgelände gut zu meistern und führt in Richtung Süden vorbei am Drachensee zur Coburger Hütte.

 

Ambitionierte Ausdauersportler können anstelle des Hohen Gangs auch über den Seebenklettersteig aufsteigen. Dieser ist ein Sportklettersteig in der Wand direkt neben dem Wasserfall.

 

Euer Hermann 🙂

 

Schwierigkeit    D/E schwer

Strecke  11,1 km

Dauer 4:40 Std

Aufstieg 1422 hm

Abstieg 1422 hm